Beatrix Fodor-Kovács — Gründerin der All Senses Seifenmanufaktur in Wien

Die Frau hinter All Senses

Hallo, ich bin Beatrix

Gebürtige Ungarin aus Budapest, seit 21 Jahren in Wien — und mittlerweile stolze Österreicherin. Man könnte sagen: eine echte österreichisch-ungarische Geschichte.

Ich mache handgemachte Naturseife. Jedes Stück rühre ich selbst, in meiner kleinen Manufaktur in Wien. Ohne Palmöl, ohne Chemie, ohne Eile. Dafür mit Zutaten, die ich kenne — und mit einem Gespür dafür, was gut tut.

Der Weg zur Seife — über ein paar Umwege

Zur Seifenmanufaktur bin ich nicht auf direktem Weg gekommen. 12 Jahre lang habe ich in der internationalen Bank-IT gearbeitet, danach mit meinem Mann Matritel gegründet — eine IT-Recruiting- und Software-Firma in Wien, in der ich als gewerbliche Geschäftsführerin tätig bin. Nach etwa 15 Jahren in der IT-Branche und im Büroleben habe ich gemerkt: Ich möchte etwas anderes. Etwas, das nicht hinter dem Bildschirm passiert.

Also habe ich 2020 begonnen, Psychologie an der Universität Wien zu studieren. Ich habe Kochkurse gegeben, als Co-Trainerin Wellbeing-Retreats begleitet — und dabei immer deutlicher gespürt: Ich brauche etwas, das ich mit den Händen erschaffe. Etwas Greifbares. Etwas, bei dem am Ende des Tages ein Ergebnis auf dem Tisch steht.

Was steckt da eigentlich drin?

Parallel lief eine andere Geschichte. Seit mehr als zehn Jahren beschäftige ich mich damit, was in unserer Kosmetik steckt — und was unsere Haut täglich aufnimmt. Ich lese INCI-Listen, vergleiche Formulierungen, hinterfrage Zutaten. Mein Mann und ich sind Schritt für Schritt umgestiegen: erst bei Duschgelen, dann bei Reinigungsmitteln, bis wir irgendwann nur noch biologische Produkte verwendet haben. Was drin ist, wurde mir wichtiger als das Etikett.

Ende November 2025 — ein Video, das alles verändert hat

Instagram hat mir ein Video gezeigt: handgemachte Seife, die gerade gegossen wird. Die Farben, die Formen, die Ruhe im Prozess — ich war sofort gefesselt. Der Algorithmus hat weiter solche Reels geliefert, und ich habe zugesehen, wie Linien und Muster in der Seife entstehen. Irgendwann habe ich zu meinem Mann gesagt: „Ich glaube, ich habe ein neues Hobby."

Ich hatte keine Werkzeuge, keine Erfahrung, nicht eine selbst gemachte Seife — aber ich wusste: Das ist meins. Noch am selben Abend habe ich ein Starterset bestellt und mein erstes Rezept entworfen. Das Vorbild? Die Lieblingsseife meines Mannes — ein konventionelles Produkt aus dem Laden. Ich wollte genau diesen Duft, diese Textur — aber aus natürlichen Zutaten, ohne synthetische Zusätze. Was folgte, waren Monate intensiver Recherche, mehr als 20 Testgüsse, Sicherheitsbewertungen und das tiefe Eintauchen in die Chemie der Verseifung. Ich habe Kurse besucht — zum Seifensieden genauso wie zum Aufbau einer eigenen Manufaktur. Fünf Monate bis zu den ersten zehn fertigen Seifen — und jede neue Seife ist ein neuer Prozess, der nie wirklich endet. Mein geschäftlicher Hintergrund hat mir dabei geholfen, das Ganze nicht nur als Handwerk, sondern auch als Unternehmen auf solide Beine zu stellen. Aus einem Hobby wurde echtes Handwerk — und aus einem Impuls eine Manufaktur.

Snoopy

Kurz bevor mir Instagram das erste Seifenvideo zeigte, mussten wir Snoopy gehen lassen. Unseren Beagle, 15 Jahre lang Teil unseres Lebens. Snoopy liebte Seife — er hätte jedes Stück gefressen, wenn man ihn gelassen hätte. Er hat sie vom Badewannenrand geleckt, daran herumgekaut, mit einer Selbstverständlichkeit, die nur ihm gehörte.

Ein paar Wochen nach dem Instagram-Moment stand ich morgens in der Küche — vielleicht beim Kaffeemachen, ich weiß es nicht mehr genau — und las in einem Buch namens „The Signs." Plötzlich habe ich verstanden, warum mich das alles so tief berührt hatte. Warum Seife. Warum genau jetzt.

In diesem Moment war alles klar. „Das ist mein Weg." Und ich bin losgelaufen.

Snoopy — der Beagle, der Seife liebte. 15 Jahre lang Teil von Beatrix' Leben und stille Inspiration für All Senses.

All Senses — alles, was die Sinne weckt

Heute rühre ich jede Seife in meiner Wiener Manufaktur selbst. Palmölfreie Rezepturen, ätherische Öle, natürliche Farbstoffe — keine synthetischen Zusätze, kein Plastik in der Verpackung. Alles in kleinen Serien, mit der Zeit, die gute Seife braucht. Alle Seifen sind nach der EU-Kosmetikverordnung (VO 1223/2009) geprüft und im europäischen CPNP-Portal notifiziert. Die Sicherheitsbewertung wurde Mitte März 2026 durch eine zugelassene Sicherheitsbeauftragte bestätigt, die CPNP-Notifizierung erfolgte Mitte und Ende April 2026.

All Senses heißt für mich genau das: alles, was die Sinne anspricht. Ein Duft, der in der Luft hängen bleibt. Eine Textur, die sich unter den Fingern richtig anfühlt. Ein Stück Seife, das mehr ist als nur ein Pflegeprodukt — weil jemand sich die Zeit genommen hat, es mit Sorgfalt zu machen.

Wenn ich nicht gerade Seife rühre

Dann laufe ich, fahre Rennrad, mache Spinning und Yoga — oder stehe in der Küche und koche. Bewegung und Kochen sind für mich das gleiche wie Seifenmachen: mit allen Sinnen da sein, den Moment spüren, etwas Gutes entstehen lassen.

Neben der Seifenmanufaktur bin ich auch als Wellbeing Mentorin für Frauen unterwegs. Die beiden Berufungen ergänzen sich für mich perfekt — die Seife spricht die Sinne an, das Mentoring den Geist. Beides unterstützt dasselbe Konzept: ganzheitliches Wohlbefinden, nur aus unterschiedlichen Richtungen. Mehr darüber findest du auf beatrixfodorkovacs.eu.